Freude und Leid
Acryl auf Leinwand
80 cm x
Anno 1998
Freude und Leid
Davood malte dieses Bild nachdem er mit dem Preis „Diamant des Jahres 1998“ ausgezeichnet wurde. Dieser Preis, den Davood Roostaei zu einer Zeit erhielt, als er sich in einem seelischen Tief befand, gab ihm wieder Kraft und neuen Glauben an sich und seine Kunst. Die Trophäe ist in der rechten unteren Hälfte zu sehen.
In der linken unteren Hälfte des Bildes ist der Kopf eines kleinen Jungen zu sehen. Dieser Junge ist Klaus- Dieter Schmidt, der die Preisverleihung „Diamant des Jahres“ ins Leben gerufen hat und zu einem guten Freund von Davood Roostaei geworden ist.
Dreht man das Bild um 180°, so wird aus dem Gesicht des kleinen Jungen das Gesicht von Davood Roostaei. Dieses soll die tiefe Verbundenheit zwischen den Beiden symbolisieren.
Den Mittelpunkt des Bildes bildet das Gesicht der Großmutter des Kindes, die zum Zeitpunkt der Preisverleihung nach langer schwerer Krankheit starb. Davon jedoch ist auf dem Bild nichts zu erkennen, Davood malte sie so, wie sie sich jetzt fühlen muss, glücklich, zufrieden und von ihren Qualen erlöst und einem Teil Ihrer Geliebten Familie wieder nah. Dieses symbolisiert ein wartender Mann in der linken oberen Bildseite, der den Ehemann der Großmutter darstellt.
Der kleine Junge, ihr Enkel, ist als Zeichen des Gegensatzes zu ihrem Alter zu sehen. Er lächelt ebenfalls, Davood symbolisiert damit, dass der Tod ein Teil unseres Lebens ist.
Schaut man sich die Trophäe des Preises in einem andern Lichtverhältnis an, so erkennt man in ihm auch einen Engel, der wiederum symbolisiert, dass die Großmutter jetzt als Engel über die Familie wacht.
Um den Kopf der Großmutter ist ein halbdurchsichtiges Tuch gebunden durch das man einen Dornenkranz als Symbol der Leiden, die diese Frau in Ihrem Leben ertragen hat, erkennen kann. Das Tuch selbst stellt den Kopfschmuck dar, den Mutter Teresa getragen hat und symbolisiert so die Warmherzigkeit und Güte der Frau.
Auf der rechten Seite des Bildes, in Augenhöhe der Frau, ist ein Herz zu erkennen. Dies steht dafür, dass die Großmutter auch nach ihrem Tod in den Herzen der gesamten Familie weiterlebt.
Das es in diesem Bild um vier Personen geht ist kein Zufall genau wie die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter jährlich vergehen und wiederkehren vergeht das Leben beginnend durch die Geburt, fortsetzend in der Jugend und endend im Alter, und durch den Tod beginnt wider ein neues Dasein in einer uns unbekannten Dimension.
Davood Roostaei malte dieses Bild ohne Vorlagen von Fotos. Er sah das Foto der Großmutter und das Foto von seinem Freund als Kind nur einmal bei seinem Freund zu Hause, er malte sie frei aus seinen Gedanken. Wenn man das Gemälde mit den Fotos vergleicht ist es kaum zu glauben, aber sein ausgeprägtes fotografisches Gedächtnis macht dieses möglich.

